Heiraten

Trash the Dress

Habe ich euch eigentlich schon erzählt, was man nach der Hochzeit so alles mit seinem Brautkleid anfangen kann?
Ich dachte mir ja, daß es schade ist, wenn das jetzt so einfach in den Keller gepackt wird. Unten am Saum war es eh schon dreckig, also kann man damit auch durch den Stachus-Brunnen laufen ...

Hochzeitsbericht Teil 4

Nachdem das Nachspeisen-Buffet ziemlich leergeräumt aussah, gaben wir der DJane das Signal für den Brautwalzer. Wir hatten uns ja für den Second Walz entschieden. Eine Woche vor der Hochzeit hatten wir nochmal eine Tanzstunde in meiner alten Tanzschule genommen, um das Ganze nochmal intensiv zu üben. Hier hat uns die Lehrerin auch gesagt, wir sollen doch das Tempo etwas runterdrehen, dann würden wir uns leichter tun. Das haben wir dann auch gemacht. Rechts- und Linksdrehungen haben wunderbar hingehauen, obwohl B. schon etwas Angst davor hatte. Leider bin ich irgendwann mit meinen beiden Stöckeln im Kleid hängengeblieben und wir mussten kurz unterbrechen. Aber das war jetzt kein Drama.
Danach tanzten wir dann noch zu “Moonriver” mit B.’s Mutter bzw. meinem Papa. Meinem Vater war die Erleichterung anzumerken, dass er DAS endlich hinter sich bringen durfte. Im Pendelschritt wurschtelten wir uns so durch. Aber mein Papa war glücklich und berührt und drückte mich am Ende ganz fest. Für mich war das ein sehr schöner Moment.
Na, und dann ging’s los mit der Party!!! Die Stimmung war großartig. Türkische und deutsche Gäste versammelten sich auf der Tanzfläche und tanzten zu allem was aufgelegt wurde. Ob Oldies, Rock, Pop oder auch türkischen Titeln ... es fetzte. Die DJane hat echt ein gutes Gespür gezeigt. Wir hatten während der Vorbereitungszeit immer mal wieder Bedenken, ob wir mit ihr die richtige Wahl getroffen haben. Aber sie hat das super gemacht. Ist auf unsere Wünsche eingegangen (hat versucht Muse und Placebo mit einzubauen, was ja nicht soooo leicht ist) und hatte ein gutes Gespür für die Gäste. Jung und alt zappelte mit, dass es zumindest für mich die reinste Freude war. Denn das ist ein Punkt, den man - genauso wir das Wetter - nicht wirklich beeinflussen kann.
Hier sind dann auch tatsächlich die Fächer zum Einsatz gekommen. Ich wollte die ja eigentlich mit den Anstecksträusschen ganz am Anfang verteilen lassen, habe aber dann wegen des Wetters davon abgesehen. Sie blieben also in ihrem Korb in einer Ecke stehen. Beim Tanzen wurden sie dann aber von einem Gast entdeckt und fanden reißenden Absatz. Mich hat’s gefreut, dass sie doch noch zum Einsatz kamen.

Zwischendurch haben wir beide mal eine kurze Pause eingelegt und uns an unsere Plätze begeben. B. wurde plötzlich ganz sentimental und sah mir tief in die Augen. Er hatte etwas total Liebes für mich vorbereitet. Ein paar sehr sehr liebe Worte, zu denen er mir ein Tagebuch überreichte, das wir gemeinsam mit Geschichten und Erinnerungen füllen wollen. Für uns, für unsere Kinder, für unsere Enkel ...
Es war wirklich sehr ergreifend. Und ich freue mich schon auf unseren ersten Eintrag.

Es folgte noch mehr Party mit Tanz, Spielchen, ein geworfener Brautstrauss, Gulaschsuppe und Erdbeerlimes. *g* Das will ich jetzt alles gar nicht mehr so genau ausführen.
Um 2:30 Uhr war dann Schluss. Nach der ergreifenden und witzigen Rede von B.’s Trauzeugen, die etwas mit Zahnspangen und Augenbrauen zu tun hatte (leider kam die Rede etwas spät, es waren nicht mehr viele da), lagen sich alle nur noch weinend in den Armen. Die Frauen schnappten sich dann schließlich ihre Männer und brachten sie nach Hause, bzw. auf’s Zimmer.

Und das war’s!
Ratz fatz, war der ganze Spuk vorbei!
Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen, da mir die ganzen Eindrücke, die den ganzen Tag über auf mich eingeprasselt waren, im Kopf umgingen. Erst gegen Morgen bin ich eingenickt. Aber auch nicht lange. Aufgeweckt wurde ich von Vogelgezwitscher und Sonnenschein!
“Oh Mann, warum konnte das nicht gestern so sein!?!?!”

Hochzeitsbericht Teil 3

Die Gäste wurden nun mit Sekt und Häppchen versorgt und wir machten uns gemeinsam mit dem Freund meiner TZ und unserer Fotografin auf den Weg zum Dachauer Hofgarten. Hier hatten wir dann tatsächlich Glück mit dem Wetter. Es hörte doch tatsächlich zu regnen auf!



Als wir zurückkamen, warteten alle schon ganz sehnsüchtig auf uns. Wir ließen noch ein paar Gruppenfotos machen, und begaben uns dann auch schon auf unsere Plätze, da schon mit dem Essen begonnen werden sollte. Ich hatte auch schon ziemlichen Kohldampf.
Da nahm ich zum ersten Mal die Tischdeko wahr. Unsere Floristin hatte sehr süße Gestecke gebunden, die in Glasschiffchen standen. Überall waren Rosenblätter verstreut und Menükarten und Gastgeschenke waren platziert worden.

saal1 saal3 saal4 saal5

Es dauerte noch ein wenig bis sie den Salat auftrugen, weswegen ich mich noch kurz unter die Gäste mischte. Ich wusste ja aus anderen Hochzeitsberichten, dass man es eh nicht schafft, sich mit jedem zu unterhalten. Und ich wollte so viele als möglich erreichen. Also wanderte ich zu den Leuten, die ich schon besonders lange nicht mehr gesehen hatte. Meine Taufpatin zum Beispiel. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie mit ihrem Mann und einem ihrer Söhne gekommen ist. Und es war mir wichtig, dass sie sich wohlfühlten, da sie sonst kaum jemanden kannten (von Papa’s Familie war sonst niemand gekommen).
Dann kam endlich etwas zu essen. Die Gänge wurden bis zum Hauptgericht nach und nach serviert. In den Pausen dazwischen haben wir uns immer wieder um die Gäste gekümmert. Das ist wirklich nicht so leicht, und es ist einfach so schade, dass man nicht allen gerecht werden kann. Aber ich denke jeder hat bemerkt, dass wir uns wirklich bemüht haben.
Nach dem Hauptgang wurde B. dann langsam nervös, weil er sich in unser beiden Namen bei allen für ihr Kommen bedanken wollte. Nichts wildes, aber ihm geht es da so wie mir. Ich mag auch nicht vor vielen Leuten reden. Aber er hat es gut gemeistert ... wie ich es nicht anders erwartet hatte.
Außerdem überlegten wir dann noch, ob wir denn nun den Brautwalzer vor oder nach dem Nachspeisen-Buffet machen sollten. Die Gäste wollten langsam Party. Aber wir wollten die Party dann auch nicht durch die Nachspeise unterbrechen. Also entschieden wir uns dazu, erst die Nachspeisen mit der Torte bringen zu lassen und danach zu tanzen.

Die Torte
Nach und nach wurde in aller Heimlichkeit das Nachspeisen-Buffet aufgebaut. An dieser Stelle muss ich mal erwähnen, dass das Service-Personal wirklich sehr gut gearbeitet hat. Die Gläser der Gäste blieben nie leer, Sonderwünsche (vegetarisches Essen oder Kindergerichte) wurden zügig erfüllt und es wurde immer Rücksprache mit uns gehalten. Und außerdem schienen die alle richtig guter Laune zu sein.
Als alles fertig aufgebaut war, wurden wir durch unsere DJane zur Torte gebeten. Diese hat wirklich super ausgesehen. Genau so wie besprochen. Mit den Obst-Bouquets war das wirklich mal was anderes. Ich wollte ja keine echten Blüten draufhaben. Da war das eine tolle Alternative. Als alle “Fotografen” sich positioniert hatten, wollte ich B. das Messer reichen. Natürlich mit der Absicht, dass er es nimmt und ich dann meine Hand drauflege. Aber er hat sofort bemerkt wie der Hase läuft. Hmpf. Also habe ich - als die Klügere - nachgegeben und habe ihn halt die Hand über meine legen lassen. *g*

torte

Das erste Stück war schnell herausgeschnitten. Wir hatten die Joghurt-Erdbeer-Füllung erwischt. Seeeehr lecker! Wir verteilten selbst noch ein paar Stücke, bevor wir dann an eine junge Dame vom Service-Personal übergaben. Und damit war der Startschuss auf das Nachspeisen-Buffet gegeben.
Wie das gesamte Essen davor auch, wurden auch die Nachspeisen sehr gelobt. Die Torte hat scheinbar sehr gemundet, denn auch hier bekam ich immer wieder zu Ohren, dass wir mit N&S eine sehr gute Wahl getroffen hätten.

Hochzeitsbericht Teil 2

Die Theologin begrüßte nun alle, und begann mit unserer “Kennenlerngeschichte” und erzählte so einige persönliche Sachen über uns, die sie in den vorangegangenen Treffen aus uns herausgekitzelt hatte. Sie erzählte von B.’s Antrag auf Rock im Park bei strömenden Regen und baute so eine Brücke zum Wetter. Von wegen, dass es schon fast regnen musste, weil es ja damals auch schon geregnet hatte.
Hier mal ein kleiner Auszug ihrer Rede:

... Beide habt Ihr in all den Höhen und Tiefen Eures Zusammenseins erfahren, dass Ihr mit diesem Glück immer sehr behutsam und dankbar umgehen müsst.
Liebe Leben heißt für Euch, kompromissbereit zu sein und ein Stück von sich selbst herzuschenken.
Liebe leben heißt für Euch beide, für den anderen Zeit und Geduld zu haben.
Ihr wisst, die Nahrung Eurer Liebe, ist die Zeit, die Ihr mit dem anderen verbringt.
Und diese Zeit verbringt Ihr am liebsten gemütlich zu Hause. Ihr radelt gern gemeinsam zum Biergarten, habt den gleichen Musikgeschmack, besucht gern Konzerte. Ihr ward schon zweimal auf Rock im Park und beim letzten Rock im Park
gab es dann bei strömenden Regen und in Gummistiefeln einen ganz romantischen Heiratsantrag.
Beide seid ihr sehr Harmonie liebende Menschen.
Liebe leben heißt für Euch beide auch, mit dem anderen respektvoll umzugehen und auch im Streit ruhig und fair zu bleiben.
Respekt und Rücksicht sind Euch wichtig, denn sie schützen den Zauber der die Liebe und die Liebenden umgibt.
Liebe leben heißt für Euch auch, dem anderen Freiheit zu schenken, Freiheit, die den geliebten Partner so akzeptiert, wie er ist, mit seinen Vorzügen, mit seine Ecken und Kanten und mit seinen Wünschen und Bedürfnissen.
Liebe heißt, den anderen zu haben, wenn Ihr Ihn braucht, aber Ihn nicht zu besitzen oder über Ihn zu verfügen, sondern Ihn auch eigene Schritte gehen zu lassen.
Damit Liebe diese Freiheit füreinander schenken kann, braucht sie ganz viel Vertrauen.
Liebe leben heißt letztendlich für Euch, dem anderen vertrauen zu können, darauf vertrauen zu können, dass die eigene Offenheit und Toleranz nicht verletzt und ausgenützt wird, sondern dass damit verantwortlich und würdevoll umgegangen wird.
Liebe Kratzi, lieber B., diese vertrauensvolle Liebe habt Ihr beieinander gefunden und nun schon einige Jahre gemeinsam gelebt.
Weil diese Art der Liebe zwischen Euch stark geworden ist, seid ihr heute hier.
Mit diesem Fest heute wollt Ihr Eure Dankbarkeit füreinander und für die Liebe, die Euch verbindet, heute endlich einmal auf eine ganz besondere Art und Weise feiern.
Und Ihr seid heute hier, weil Ihr eine Vision habt.
Liebe leben heißt für Euch beiden nämlich auch, gemeinsam zu träumen, gemeinsam eben in die gleiche Richtung zu blicken und diese Träume und Visionen, die man da im Blick hat auch gemeinsam zu verwirklichen.
Ein Traum, eine Vision, dieser gemeinsame Blick in eine Richtung ist die Quelle der Liebe.
Die Liebe muss sich immer wieder über das was ist hinaus begeben, um lebendig zu bleiben.
Gemeinsam träumt und hofft Ihr, dass diese Liebe, die Euch verbindet, Euch auch in Zukunft fest zusammen hält, ihr träumt von Kindern, Haus, Hund, Baum... ihr träumt davon gemeinsam glücklich durch die Jahre gehen zu können.
Wir, Eure Gäste und ich, wir sind heute hier um Euch für diesen Traum alles Gute und Unterstützung zu sagen....


Die türkischsprachigen Gäste wurden von den anderen Gästen aufgeklärt und ich hatte das Gefühl, dass sie sich eingebunden fühlten. Ganz toll wurde der Teil aufgenommen, in dem die Ringe an einem Band entlang herumgereicht wurden. Jeder hat sich so seine Zeit genommen, manche hielten sie auch fest und wollten sie erst wieder weitergeben, wenn wir ihnen einen Besuch (z.B. in Istanbul) versprachen. Die Stimmung war hervorragend.

ringzeremonie

Beim Eheversprechen merkte ich dann schon, dass Schwiegerpapa um Fassung rang. Wir steckten uns dann die Ringe an und gaben uns den Hochzeitskuss, der kräftig beklatscht wurde. Irgendwie war das Ringanstecken für mich nicht mehr so aufregend, wie das auf dem Standesamt. Es war schon schön, aber nicht mehr so bedeutungsvoll wie beim ersten Mal ... wisst ihr, was ich meine?
Die Enden des weißen Bandes, das vorher durch alle Gäste gereicht wurde, damit sie die Ringe daran entlanggleiten lassen konnten, wurden jetzt von der Theologin zusammengebunden und auch an uns weitergereicht. Jetzt hielten wir alle ein Stück dieses Bandes fest, und es sollte ein Symbol dafür sein, dass durch unsere Ehe auch die Familien und Freunde eine Verbindung eingegangen sind. Und dass nun alle zusammengehören und uns gemeinsam unterstützen muss. Ich kannte ja den Ablauf der Zeremonie, aber ich hatte es mir nicht so schön vorgestellt.
Danach hat meine TZ noch die Geschichte von der Hochzeitskerze vorgelesen, die B. und ich zuvor gemeinsam angezündet hatten. Die Kerze wurde uns “quasi” übergeben und die Theologin sprach noch ein paar Schlussworte.
Mit dem Lied “Lass mich nie mehr los” von den Sportis, war dieser Teil beendet, und die Gäste durften uns gratulieren. Obwohl wir “nur” 80 Gäste hatten, nahm die Schlange kein Ende mehr. Mir kam sie wirklich endlos vor und ich freute mich über jeden Einzelnen, der gekommen war. Und wie chic sie sich alle gemacht hatten ...

Hochzeitsbericht Teil 1

Ich beginne am besten gleich einmal ganz von vorne:
Am Freitag brachte B. mich zu meiner TZ. Im Gepäck: mein Kleid. Natürlich gut verpackt, damit er auch ja nichts sieht. *g* Er ist dann wieder nach Hause gefahren und hat dort mit seinen Kumpels einen ruhigen Abend verbracht, während ich den Abend mit zwei Freundinnen sehr genossen habe. Wir haben uns ein paar typische Hochzeits-Komödien reingezogen und meine TZ hat für Sekt und Häppchen gesorgt. Es war einfach nur ein schöner ruhiger Abend. Ab und an wurde die Stimmung allerdings schon dadurch getrübt, dass es Bindfäden regnete und nicht den Anschein machte, bald wieder aufzuhören. Aber am Wetter kann man leider nichts ändern.
So gegen 1:00 Uhr haben wir uns dann schlafen gelegt. Aber ich konnte einfach nicht schlafen. Verständlich eigentlich. Aber zu den vielen vielen Gedanken, die in meinem Kopf herumschwirrten, kam noch das Getrommle des Regens auf das Dachfenster über meinen Kopf. Das war die reinste Marter.
Als wir ein paar Stunden später aufstanden, regnete es immer noch genauso, wie am Abend zuvor. Es hatte sich so richtig eingeregnet. Ich hatte mich bis dahin immer noch an das Wort “Schauer” in den Wetterberichten geklammert. Aber Dauerregen ...
Ich frühstückte noch schön gemütlich mit meiner TZ und deren Freund. Zu der Zeit war ich schon ziemlich angespannt. Aber ich war irgendwie wahnsinnig froh, dass ich mich um rein gar nichts mehr kümmern musste. Ich hatte am Abend zuvor meinen Teil der Verantwortung quasi an B. abgegeben. Er wollte am Samstag schon früher in der Location sein und sich um alles kümmern. Letzte Entscheidungen sollten von ihm getroffen werden. Er hat in solchen Dingen mein gesamtes Vertrauen. Außerdem wusste er am besten, wie wir uns alles vorstellten.
Nach dem Frühstück sind wir dann zu unserer Freundin Betty gefahren, die uns am Abend zuvor wieder verlassen hatte, weil sie ein kleines Mädchen hat. Sie hat angeboten, dass ich mich bei ihr frisieren und schminken lassen kann. Sie hat nämlich viel Platz und konnte so außerdem die kleine Maus im Blick behalten. Also trafen wir uns dort um 10:30 Uhr. Unsere Friseurin wartete da auch schon auf uns.
Der Regen hielt an, und drückte die Stimmung etwas. Aber Make-Up und Frisur klappten tadellos. Alles ist so geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte. Nur, dass wir mehr Haare als geplant nach hinten steckten, weil die Frisur bei dem Regen sonst doch ziemlich gelitten hätte.
Bettys Mann sorgte dann noch dafür, dass wir etwas zum Mittagessen bekamen. Das war auch wirklich gut so. Denn sonst wäre ich bis zum Abendessen wahrscheinlich umgekippt. Mein Kreislauf war wegen der Aufregung und des Schlafmangels eh nicht gerade auf Hochtouren.
Gestärkt schlüpfte ich in meine Unterwäsche und meine TZ half mir dann ins Kleid. Das war ein tolles Gefühl. Jetzt trug ich zum ersten Mal alles zusammen. Und es passte alles perfekt. Ich fühlte mich einfach pudelwohl und ich merkte selbst, wie ich plötzlich strahlen musste.
Um 14:00 Uhr waren wir komplett fertig und warteten eigentlich nur noch auf den Freund meiner TZ, der mich mit seinem Tuareg fahren sollte. Aber wie so typisch für ihn, war er mal wieder etwas knapp dran. Ich nahm’s allerdings gelassen. Eine Braut darf schließlich zu spät kommen. ;-)
Um 14:30 Uhr tauchte er dann doch mal auf. Da wurde mir dann auch klar, warum er etwas verspätet dran war. Er hat tatsächlich noch Blumen auf’s Auto machen lassen. (Das wollten wir ja eigentlich nicht, weil wir ja keinen Auto-Korso haben sollten. Aber er wollte eine Braut schon standesgemäß transportieren können.) Ich fand’s total süß!
Während der Fahrt telefonierte ich noch kurz mit unserer Freundin P. Ob denn alles klappt. Das tat es. Sie hatte nur keine Ahnung wo der Brautstrauss war. Also habe ich schnell bei B. angerufen. Der hatte gleich zwei (Brautstrauss und Wurfstrauss) und wusste nicht, welcher denn nun meiner war. “Na, der Schönere natürlich!!!”
Um genau 14:58 Uhr kamen wir am Langwieder See an. Mein Vater wartete schon mit meiner kleinen Schwester auf mich. Sichtlich nervös reichte er mir meinen wunderhübschen Brautstrauss und machte mir mit leicht glasigen Augen ein total liebes Kompliment. Meine Schwester strahlte mit ihrem Blumenkränzchen und hatte bereits das Silbertablett mit den Ringen in den Händen.
Bis zu diesem Moment war alles so dahingeplätschert.
Wir wurden noch etwas zurückgehalten, weil noch nicht alle Gäste ihren Platz eingenommen hatten. Aber wenige Minuten später bekamen wir das Start-Signal. Ich entsorgte noch schnell den Kaugummi, den ich im Mund hatte *g* und schritt mit meinem Vater an meiner Seite hinter meiner Schwester her, durch die Gäste hindurch auf B. zu!
Ab dem Moment raste alles nur noch so an mir vorbei.
Ich habe gar nicht alles aufnehmen können. Die Gesichter verschwammen in meinem Kopf und ich war einfach nur glücklich und hatte einen dicken Kloß im Hals. Es passierte alles so schnell. Mein Papa drückte mich nochmal kurz, und ich ging die letzten Schritte alleine auf B. zu. Er musste ganz schön blinzeln. :-) Er stand da vor dem Blumenbogen und sah einfach nur glücklich aus.
Ich weiß noch, wie ich mich selbst darüber wunderte, wie gefasst ich war. Unsere Theologin begrüßte uns herzlich und bat uns Platz zu nehmen. Und als ich so dasaß konnte ich nur noch strahlen und blickte in die vielen Gesichter, die ich stellenweise schon sehr lange Zeit nicht mehr gesehen hatte.
B. hatte mich die ganze Zeit nicht aus den Augen gelassen und flüsterte mir leise ins Ohr, wie bezaubernd er mich findet. Ich war in dem Moment einfach nur überglücklich! Neben mir saß mein mein Mann in einem sehr sehr edlen schwarzen Anzug (hach, das macht halt einfach was her), alles nahm seinen Lauf und die Gäste strahlten uns an, dass es die reinste Freude war in die einzelnen Gesichter zu blicken.
Ich muss sagen, es war wirklich eine gute Entscheidung, nicht mit dem Rücken zu den Gästen zu sitzen. Es hat uns überhaupt nicht nervös gemacht. Und wir haben alles viel besser mitbekommen, was während der Zeremonie alles so passierte. Denn die Gäste wurden wirklich gut mit eingebunden.
Die Zeremonie wird uns wahrscheinlich allen nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Leider konnte sie ja nicht draußen stattfinden. Aber sie haben es auf der Tanzfläche echt nett hergerichtet.

strauss

Zu unserer Hochzeit

Hier gibt es vorab schon mal einen kurzen Bericht zu unserer Hochzeit zu lesen. So ganz unbeteiligt wie sie schreibt war die Gute allerdings nicht. Neben einigen guten Adressen hat sie uns auch sehr viele Tipps dazu gegeben, worauf wir achten sollten. Und außerdem hatte sie immer ein offenes Ohr, wenn ich mal wieder Probleme mit den ganzen "Üblichkeiten" hatte. Außerdem hat sie auch am Tag selbst sehr viel geholfen.
Vielen lieben Dank hierfür auch an dieser Stelle! ;-)

Reinverliebt

Wir haben noch nicht viele Fotos von unserer Hochzeit. Bisher hat uns nur ein Gast einige Bilder zugeschickt. Mal sehen, wann die anderen so langsam eintrudeln.
In ein Foto habe ich mich aber schon verliebt:

torte2

In groß wirkt es besser. Mir gefällt es total gut.

Guten Morgen Frau K.!

So wurde ich heute morgen begrüßt! Wahnsinn!

Ja, jetzt ist es also geschehen! So lange haben wir darauf hingefiebert. Und dann war der erste Teil unserer Hochzeit ruck-zuck vorbei!

Gestern sind wir ganz gemütlich aufgestanden und haben gefrühstückt.
Aufregungsbarometer: 0
Wir haben gemeinsam den Tisch abgeräumt und haben uns dann dem Haushalt gewidmet. Jawoll! Ihr habt richtig gelesen. Wir haben abgestaubt und aufgeräumt und staubgesaugt. Und das alles in einer Seelenruhe.
Aufregungsbarometer: 0
Um 11:00 Uhr habe ich mich dann unter die Dusche gestellt und anschließend mit meinen Haaren gekämpft (ich ärgere mich, daß ich nicht doch zum Friseur gegangen bin ... der Pony nervt!).
Aufregungsbarometer: 70 (grrrr)
Um kurz vor halb eins klingelte und die Floristin stand in der Tür. Mit einem wunderschönen Rosenstrauß und B.'s Anstecker. Sehr sehr schön! Der konnte mich etwas über meinen Pony hinwegtrösten.
Aufregungsbarometer: 30
Danach haben wir uns dann doch recht zügig zurechtgemacht. Bei den Haaren habe ich irgendwann aufgegeben. Naja. Sollte nicht sein.
Um 13:30 Uhr waren wir dann fertig und haben gewartet. Typisch für uns, daß wir viel zu früh fertig waren. Wir saßen da wie doof und haben gewartet.
Aufregungsbarometer: 40
Um 14:00 Uhr sind wir dann los zum KVR. Als wir dort ankamen, standen schon einige von unseren Leuten da.
Wir parkten mit diesem Riesenschiff (B. hat für gestern einen 7er BMW von einem Kollegen bekommen) im Parkhaus ein und sind zu den anderen gestossen. Ich wurde langsam nervös und spielte die ganze Zeit mit dem Strauss rum, daß meine Trauzeugin Angst bekam, der würde die nächste halbe Stunde nicht überleben.
Aufregungsbarometer: 60
Als alle da waren ging es hoch zu den Trausälen. Da war schon Hochbetrieb. Wir wurden in Empfang genommen und darauf hingewiesen, daß vor uns noch eine Trauung wäre und dann seien wir an der Reihe. Also haben wir noch 20 Minuten auf der wirklich schönen Dachterasse gewartet.
Dann holte uns auch schon ein Beamter ab und führte uns zum Trausaal. Da mußten wir noch kurz davor warten und dann durften wir eintreten.
Der Saal war richtig schön. Mit einer riesen Fensterfront. Ich war sehr positiv überrascht, denn das KVR hat da eigentlich nicht so den guten Ruf. Vor uns saß die Standesbeamtin und noch zwei weitere Damen, deren Aufgabe ich nicht so ganz verstanden habe. Aber egal. Wir durften uns setzen. Und dann ging's los!
Aufregungsbarometer: 100!!!
Ich hab' am ganzen Körper gezittert. Konnte mich gar nicht mehr ruhig halten und habe ständig versucht eine Position zu finden, bei der man das Zittern meiner Beine nicht bemerken konnte. Was die Dame gesagt hat, weiß ich nicht mehr. Ich weiß noch, daß sie sich wirklich Mühe gegeben hat. Zur Frage der Fragen mußten wir dann aufstehen. B. nahm meine Hand und wir antworteten beide an der richtigen Stelle mit "Ja". Unsere Familien und Trauzeugen klatschten und wir konnten gar nicht mehr aufhören zu strahlen. Dann mußten wir noch unterschreiben. Ich habe mich natürlich fast verschrieben. Hab' auch - ehrlich gesagt - nicht ein einziges Mal geübt.

Danach sind wir noch zum lecker Franzosen gefahren, bei dem ein kleiner Sektempfang für uns vorbereitet worden war. Da feierten wir dann ein wenig. Das Wetter war ja traumhaft schön! Das war richtig toll da im Garten.
Um ca. 18:00 Uhr löste sich die kleine Gesellschaft dann auf, weil wir ja noch zu unserem zweisamen Abendessen ins Schweiger2 wollten. Wir hatten uns dazu entschieden, diesen Abend wirklich nur zu zweit ausklingen zu lassen. Trubel ist am Samstag noch genug.
Um uns kurz frisch zu machen sind wir noch daheim vorbeigefahren. Da hat B. mich über die Schwelle getragen.
Wir haben noch kurz in die Geschenke gekuckt. Bei der Karte von meinen Eltern mußte ich echt weinen. Sie können ihre Gefühle nicht so zeigen, aber ihre Worte in der Karte haben mich echt gerührt.
Der Abend war dann noch wunderschön. Das Essen war echt mal was Besonderes und sehr sehr lecker. Kann ich nur empfehlen.

Tja, und das war das Ende dieses bedeutsamen Tages!

Ich werde auch noch ein paar Fotos liefern, sobald ich hier das Produkt wechseln kann und alles funktioniert. Hab' im Moment keinen Platz mehr hier.

Achterbahn

Der Wetterbericht für Samstag macht mich derzeit ganz kirre. Mal bleibt's trocken ... dann regnet's wieder!
Ich glaub', ich darf da nimmer reinschauen!

Morgen in einer Woche

Heute war mein letzter Tag in der Arbeit vor der Hochzeit. War irgendwie ein seltsames Gefühl. Wenn ich da das nächste Mal hingehe, dann bin ich Frau K.! Viele haben sich total lieb von mir verabschiedet und uns eine wunderschöne Hochzeit gewünscht.

Gleich nach der Arbeit war ich bei der Nagel-Tante. Ja, jetzt "müssen" noch so ein paar kosmetische Dinge erledigt werden, vor denen ich mich bisher immer ferngehalten habe. Nächste Woche werde ich auch noch eine Gesichtsbehandlung machen lassen. Und meine Friseurin meint auch, daß ich mir die Wimpern noch färben sollte.
Nachdem meine Nägel auf Hochglanz gebracht worden waren, habe ich T. abgeholt. Und mit ihr habe ich dann mein Kleid von der Schneiderin abgeholt. Da sie mir zur Hochzeit da reinhelfen muß, wollte sie sich jetzt mal zeigen lassen, was sie da so beachten muß.
Es war ziemlich unangenehm bei diesem schwülen Wetter total verschwitzt in das Kleid zu steigen. Aber es sitzt jetzt ganz hervorragend. Und die Änderungen waren sogar günstiger als voranschlagt. Man höre und staune!

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